Meeresschule-Pula Schülerprojektwoche

 

Meeresschule HD-Video 2014

 

Meeresbiologische Projektwoche für Schulklassen an der Meeresschule in Pula

Im Rahmen von Halbtagesprojekten mit meeresbiologischen Inhalten werden die Schüler das Mittelmeer und seiner Bewohner kennenlernen. Dabei erhalten sie nicht nur theoretische Kenntnisse über meeresökologische Zusammenhänge und die Biologie der Meereslebewesen, sondern trainieren während intensiver Schnorchelexkursionen auch praktische Fertigkeiten, die es ihnen ermöglichen sich sicher und entspannt im Lebensraum Meer zu bewegen. Dadurch können sie eigene Erfahrungen im Umgang mit der Natur sammeln.

 







Meeresbiologische Projektwochen sind in der Zeit von April bis Oktober möglich und sinnvoll.

ACHTUNG:
Vorreservierungen können wir höchstens für 4 Jahre im Voraus entgegennehmen. Der Stichtag dafür ist jeweils der 1.Jänner. Am 01.01.2018 öffnen wir den Terminkalender für 2022. Wir bitten um Verständnis, dass vor diesem Termin keine Reservierungen für 2022 oder später möglich sind. Auch bei kurzfristigen Terminanfragen bemühen wir uns, dass wir eine Lösung finden. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Anzahl und Größe der Gruppen hängt vom Termin ab. Entscheidende Faktoren sind dabei die Stabilität des Wetters und die Wassertemperatur um für alle Kursteilnehmer eine gute Betreuung zu gewährleisten. In den optimalen Monaten von Juni bis September können gleichzeitig bis zu drei Schulklassen aufgenommen werden. Unterschiedliche Klassen werden immer getrennt voneinander betreut.

Die Kursleiter der Meeresschule sind junge Biologen oder weit fortgeschrittene Biologiestudierende mit jahrelanger Erfahrung im Kursbetrieb an der Meeresschule. Sie besitzen ausgeprägtes Detailwissen über Lebensräume und Bewohner des Mittelmeeres. Pro Schulklasse steht durchgehend mindestens ein Kursleiter zur Verfügung. Jedem Kursleiter stehen weitere erfahrene studentische Mitarbeiter und studentische Praktikanten zur Seite. Das Verhältnis von Betreuer zu Schüler beträgt ca. 1:10. Sämtliche Betreuer sind zertifizierte Rettungsschwimmer.

Veranstalter der Meeresbiologischen Projektwoche an der Meeresschule in Pula ist NaWi-Reisen.

Kursräume:

Die Kursräume der Meeresschule sind in einem modern eingerichteten ca. 500m2 großen Komplex direkt am Meer gelegen. Zwei Laborräume mit jeweils 15-20 Laborplätzen, Aquarien und ein Auditorium mit 60 Sitzplätzen stehen für die Kurse zur Verfügung. Alle Kursräume sind mit fix installierten LCD-Projektoren (2 davon mit Full-HD-Auflösung) bestückt. Live-Videoprojektion von den gesammelten Meerestieren und Pflanzen sind in einer bestechenden Bildqualität möglich. Mikroskope und Stereolupen stehen in genügender Anzahl zur Verfügung. Weitere Lagerräume, Büros, Toiletten und Duschen sind ausschließlich für die Kurse konzipiert und ermöglichen deshalb einen angenehmen, reibungslosen Programmablauf, selbst bei ungünstigem Wetter.

>>> FOTOS DER KURSRÄUME


Boote:

Die drei Boote der Meeresschule fassen jeweils 12 Personen und ermöglichen das Erreichen nahegelegener Küstenabschnitte und Inseln in maximal 10-20 minütiger Fahrt. Ein 9-sitziger Meeresschule-Shuttlebus wird fallweise ebenfalls eingesetzt. Mit dem Ausflugsschiff Korkyra (max 55 Personen) kann an einem Tagesprojekt optional das Landschaftsschutzgebiet am Kap Kamenjak (mit großer Meeresgrotte) oder die Insel Jerolim im Nationalpark Brioni erreicht werden.

>>> FOTOS DER BOOTE

KARTE ZUR NÄHEREN UMGEBUNG UM DIE MEERESSCHULE
picture KARTE ZUR NÄHEREN UMGEBUNG UM DIE MEERESSCHULE

Tagesablauf

Das Vormittagsprogramm startet um 9:00 mit einem kurzen theoretischen Vortrag (20-45min). Die anschließende Praxiseinheit (Schnorcheln + Sammeln und Beobachten, Boot*, Mikroskopieren*, Präsentieren*) dauert bis zur Mittagspause (Pause: ca.12:00-14:00).
Das Nachmittagsprogramm startet um ca. 14:00 Uhr wieder mit einem kurzen Vortrag. Das Programmende, nach einer weiteren Praxiseinheit (Schnorcheln + Sammeln und Beobachten, Boot*, Mikroskopieren*, Präsentieren*) ist ca. zwischen 17:00 und 17:30
* Diese Programmpunkte variieren je nach Projekt

Programm:

Zu Beginn sollen die Schüler den Lebensraumes Mittelmeer allgemein kennenlernen und bei einem gezielten Schnorcheltrainig praktische Fähigkeiten erlangen, die sie für die weiteren Programme benötigen. Die folgenden Halbtagesprojekte widmen sich dem Besammeln, Beobachten und Dokumentieren der typischen küstennahen Meereslebensräume und ihrer Bewohner. Einer kurzen Computerpräsentation unserer Kursleiter folgt eine praktische Einheit im Freiland und meist eine gemeinsame Schlusspräsentation der Ergebnisse, die auch zum Teil von den Schülern selbst mitgestaltet wird.

Tauchen und Schnorcheln:

Da eigene Ausrüstung immer am besten passt, empfehlen wir die Mitnahme der eigenen Schnorchelausrüstung. Tauchermasken mit Schnorchel können per Hinterlegung einer Kaution von 10,00€ (oder 100,00Kn) kostenlos für die Schülerprojektwoche zur Verfügung gestellt. Die Kaution wird am ersten Programmtag eingesammelt. Flossen sollten die Schüler selbst mitbringen falls sie es wünschen. An der Meeresschule gibt es keine Flossen im Verleih. Sie sind für das Kursprogramm nicht unbedingt nötig. Kurze und lange Neoprenanzüge können für eine tägliche Gebühr von 3 bzw 6 Euro vor Ort geliehen werden, sind aber in den Monaten April, Mai und Oktober kostenlos (sofern genügend Anzüge vorhanden sind).
An der Tauchbasis der Meeresschule können Schüler einen Schnuppertauchkurs (ca. 2-3 Stunden je nach Gruppengröße) besuchen, der außerhalb des Kursprogrammes durchgeführt wird und vor Ort an der Tauchbasis extra bezahlt werden muss (Kosten: zwischen 45.- und 55.- Euro pro Person).

Individuelle Kursgestaltung

Das Leistungsniveau in Bezug auf Vorkenntnisse und Alter der Kursteilnehmer wird während der Kurse laufend von den Betreuern angepasst. Kurse sind ohne Vorkenntnisse möglich, können aber auch auf beliebige Leistungsstufen angehoben werden.
Das Team der Meeresschule nimmt gerne Projektwünsche entgegen, kann aber nicht garantieren, dass sie in der gewünschten Reihenfolge stattfinden. Speziell jene Projekte an denen Boote zum Einsatz kommen können aus Gründen der Sicherheit nur bei günstigem Seewetter stattfinden. Die Entscheidung ob ausgefahren wird liegt beim Kapitän.

>> Allgemeine Informationen für Kurstage an der Meeresschule

Bus:          Reisebus inkl. Benützung vor Ort wird gerne vom Reiseveranstalter organisiert
Bahn:       Gute Verbindungen gibt es bis Rijeka oder Ljubljana. Der Bustransfers nach Pula wird
gerne vom Reiseveranstalter organisiert
Flugzeug: Flughafen Pula; Transport vom Flughafen bis zur Unterkunft wird gerne organisiert

>> Anfahrtsplan zu Meeresschule
>> Anfahrtsplan zur Jugendherberge
>> Anfahrtsplan zum Hotel Pula
>> Anfahrtsplan für Tagesgruppen an der Meeresschule

STANDORT DER MEERESSCHULE:


Standort Meeresschule auf einer größeren Karte anzeigen

 

Hotel Pula (Kategorie ***):
Das Hotel befindet sich 5-10 Gehminuten von der Meeresschule entfernt. Durch einen ca. 100m breiten Pinien-gürtel ist es vom Strand getrennt. Die Schüler sind in Zwei- oder Dreibettzimmer mit Dusche und WC untergebracht. Mädchen und Burschen werden immer in getrennten Zimmern einquartiert. Lehrer bekommen auf Wunsch Einzelzimmer. Frühstücksbuffet ist immer im Preis inkludiert. Standardmäßig wird bei den Schülerprojektwochen Verpflegung mit Halbpension (Frühstück und Abendessen als Buffet - keine Getränke inkludiert) angeboten. Bei Ankunft ist an der Rezeption eine Kaution von 10,00€ pro Schüler und Schülerin in bar zu hinterlegen.

>> Website des Hotel Pula
>> Hausordnung & Ankunft im Hotel

Jugendherberge Pula:
Das Gelände der Jugendherberge befindet sich 200 m von der Meeresschule entfernt direkt an der schönen Badebucht Valsaline. Es stehen mehrere Pavillions zur Verfügung. In jedem Pavillion sind 4 Zimmer (Dormitories). Jedes Zimmer ist entweder für 6 oder 8 Personen eingerichtet. Mädchen und Burschen werden immer in getrennten Zimmern einquartiert. In jedem Pavillion gibt es 3 Waschbecken, nur eine Dusche und zwei WCs. Auf Wunsch können auch Mobile-Homes gebucht werden. Sie befinden sich ebenfalls auf dem Gelände der Jugendherberge direkt am Strand. Jedes Mobile-Home besteht aus zwei Wohneinheiten für jeweils 4 Personen. Das Platzangebot in den Mobile-Homes ist sehr beschränkt im Vergleich zu den Dormitories, dafür stehen aber je 3-4 Personen eine Dusche und ein WC zur Verfügung. Standardmäßig wird bei den Schülerprojektwochen Verpflegung mit Halbpension (keine Getränke inkludiert) angeboten. Es kann zwischen Mittagessen oder Abendessen gewählt werden (Die Entscheidung muss 2 Tage vorher an der Rezeption bekanntgegeben werden). Am Gelände der Jugendherberge gibt es neuerdings eine Strandbar. Es kann daher vorkommen, dass auch nach Mitternacht noch Musik gespielt wird.

>> Website der Jugendherberge Pula
>> Hausordnung & Ankunft in der Jugendherberge

>>> FOTOS DER JUGENDHERBERGE

Klassenliste:
Die Klasse muss eine von der Schule abgestempelte Klassenliste bei der Unterkunft abgeben. Damit wird die Ortstaxe nicht verrechnet. Falls diese Klassenliste nicht abgegeben wird, muss NaWi-Reisen die Ortstaxe vor Ort einheben (ca. 1,00€ pro Person und Tag)

KARTE - UNTERKUNFTSMÖGLICHKEITEN & UMGEBUNG

Für die Projektwoche an der Meeresschule ist es sehr hilfreich wenn sich die Schüler in einer Wassertiefe, in der man nicht mehr stehen kann, selbstständig schwimmend fortbewegen können. Falls das nicht der Fall ist, nehmen die Betreuer der Meeresschule gerne besondere Rücksicht auf schwache Schwimmer und bieten unter anderem für solche Fälle Schwimmhilfen an. Über gesundheitliche Probleme, die im Wasser, am Boot oder an der Felsküste die Sicherheit beeinträchtigen können (z.B.: Asthma, Epilepsie, Gleichgewichtsstörungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten etc.) muss NaWi-Reisen vor der Projektwoche informiert werden. Ein entsprechendes Formular zum Ausfüllen durch die Lehrer wird zur Verfügung gestellt.
Eine Checkliste an nötiger Ausrüstung und Regeln zur Gewährleistung der Sicherheit im Kursbetrieb werden ebenfalls den Begleitlehrern übergeben. Die für die Schulklasse verantwortliche Lehrperson muss unbedingt die erwähnten Unterlagen sowie die allgemeinen Geschäftsbedingungen von NaWi-Reisen und andere Reiseunterlagen den Schülern bzw. den verantwortlichen Eltern nachweislich zur Kenntnis bringen.

Einschnorcheln

Entspanntes und sicheres Bewegen im Wasser sind die Grundlage für unsere Biologiekurse. Erst nach der Beseitigung sowohl technischer Schwierigkeiten, als auch persönlicher Bedenken, die das Schnorcheln in einem unbekannten Gewässer betreffen, kann man sich in vollen Zügen der Unterwasserwelt widmen. Wir ermöglichen unseren Gästen durch ein gemeinsames Training mit einfachen Übungen das schnelle Erlernen, beziehungsweise Festigen, der Schnorcheltechnik.

Tiere der Umgebung

Im Rahmen dieses ersten Bioprojekts einer Schülerprojektwoche, sollen den KursteilnehmerInnen charakteristische Organismen küstennaher Lebensräume vorgestellt werden. Dabei spezialisiert man sich auf größtenteils bodenbewohnende Tiergruppen wie Stachelhäuter und Krebse, aus welchen die Schüler ausgesuchte Exemplare eigenhändig sammeln. Der Schwerpunkt ist bei der selbständigen Ausarbeitung und anschließender Präsentation eines Organismus durch die TeilnehmerInnen gesetzt.

Plankton

Als Plankton bezeichnet man Organismen aus allen Reichen des Lebens, die passiv in Bewegungsrichtung des Wasserkörpers verfrachtet werden. Zuordnungen zu funktionellen Gruppen (beispielsweise nach Größe, Lebenszyklus, Ernährungsweise, oder Aufenthaltsort in der Wassersäule) sind die Regel. Die SchülerInnen bekommen einen Einblick in die Vielgestaltigkeit, Vielfalt der Arten und deren Anpassungen an einen ständig sich verändernden Lebensraum. Nach dem einführenden Theorievortrag wird gemeinsam mit den SchülerInnen schwimmend ein Hol durchgeführt, um die Organismen anschließend im Übungsraum untersuchen zu können. Typische Vertreter werden genauer besprochen und mittels Stereolupen bzw. Videoprojektion beobachtet. Ein Organismenkatalog dient als Bestimmungshilfe, um eine Zuordnung zu Großgruppen zu ermöglichen. Das Ergebnis des Projekts liegt schließlich in Form einer Liste der identifizierten Arten und zeichnerischer Dokumentation vor.

Seegraswiese

Seegraswiesen sind wichtige Lebensräume für viele unterschiedliche Organsimen. Sie bieten Nahrung und Versteckmöglichkeiten, insbesondere für kleine Formen und Jungtiere. Während des Theorieteils des Kursprogramms wird sowohl die ökologische Bedeutung und Gefährdung des Lebensraumes behandelt, als auch auf die beherbergte Arten- und Formenvielfalt eingegangen. Der Freilandteil steht im Zeichen der Probennahme, welche händisch oder mittels Schleppnetz erfolgt. Gefangene Organismen können im Anschluss mithilfe entsprechender Vergrößerungs- bzw. Projektionsapparaturen im Labor betrachtet werden. Bei der Aufarbeitung des Materials entstehen neben einer Artenliste auch Handzeichnungen der TeilnehmerInnen.

Meereshöhle

Im Meer findet man kaum Tiere oder Pflanzen, die ausschließlich in Höhlen vorkommen, da durch das Wasser alle Lebensräume miteinander in Verbindung und regem Austausch stehen. Larven verschiedener Organismen, Nährstoffe und Sedimente, werden in Meereshöhlen an- und abtransportiert. Die Ursachen für Artenzusammensetzung, Häufigkeit und Verteilung der Organismen sollen den SchülerInnen, im Zuge einer theoretischen Einführung mit anschließender Schnorchel-Exkursion zu einer mit dem Boot erreichbaren Meeresgrotte, gezeigt und erklärt werden.

Lebensformtypen – sessile Organismen

Tiere, die sich durch starke oder sogar komplette Ortsgebundenheit auszeichnen, haben eine bestimmte Form des Nahrungserwerbs gemein – die Filtration des sie umgebenden Wasserkörpers. Der einführende Theorieteil behandelt ausgesuchte Tiergruppen und deren diverse Strategien zur Fixierung am Untergrund und zum Einfangen und Konzentrieren von Nahrungspartikeln. Anschließend bietet eine Schnorchel-Exkursion die Möglichkeit, diese Tiere im Freiland zu beobachten.

Felsküste

Küsten stellen das Bindeglied zwischen aquatischem und terrestrischem Lebensraum dar. Interessanterweise werden weiteste Flächen felsdominierter Küsten von Meerestieren besiedelt, so dass man eigentlich von ihnen als einem Lebensraum des Meeres sprechen kann. Welche Faktoren für ein typisches Zonierungsmuster der auftretenden Organismen verantwortlich sind wird mit den TeilnehmerInnen zunächst in der Theorie besprochen, bevor im Freilandteil durch konkrete Vermessungs- und Protokollierungsaufträge ein verständliches Bild dieses Lebensraums erzeugt wird.

Fische

Zu unseren ständigen Begleitern im Wasser zählen zahlreiche Fische aus unterschiedlichsten Familien. Dieser Programpunkt soll einen Überblick über die häufigsten in Küstennähe anzutreffenden Fischfamilien bieten, indem diese mithilfe von Bildmaterial vorgestellt und anschließend im Wasser gemeinsam identifiziert werden. Nach dem allgemeinen Lebensraum-Schnorcheln, sind die SchülerInnen angehalten selbständig das Verhalten und Aussehen der Tiere zu beobachten, zu dokumentieren und letztendlich eine Abschlussbesprechung zu gestalten. Am Ende des Freilandteils kann man sich nach Absprache mit dem Personal und unter dessen Aufsicht gerne einmal als „Fische-Fänger“ versuchen…

 

NEU IM PROGRAMM:

Nutzung & Verschmutzung

Wir nehmen Bezug auf aktuelle Problematiken die durch menschliche Einflüsse im Ökosystem Meer auftreten können. Schwerpunkte sind dabei MüllFischerei & Aquakultur, Störung von NahrungsnetzenVerlust von Lebensräumen und der Klimawandel. Damit diese Problemkreise nicht nur theoretisch behandelt werden sondern deren Auswirkungen beim Studium der lebenden Systeme des Meeres erkannt werden, binden wir diese Themen jeweils in ein Biologieprojekt ein bei dem die Schülerinnen und Schüler auch gleichzeitig Einblicke in ein bestimmtes Ökosystem oder bestimmte Organismengemeinschaften bekommen. In diesem Sinne verbinden wir zum Beispiel gerne die Themen "Fischerei & Aquakultur" mit dem Projekt "Fische des Meeres", "Müll & Mikroplastik" bzw. "Nahrungsnetze" mit dem Projekt "Plankton" und "Verlust von Lebensräumen" bzw. "Klimawandel" mit dem Projekt "Seegraswiesen". Darüber hinaus bemühen wir uns auch in anderen Projekten immer wieder auch auf die Stellung des Menschen einzugehen, da es heute global betrachtet praktisch keine Ökosysteme mehr gibt, die nicht unter dem Einfluß von Homo sapiens stehen.

BEACHTE: Ausflugsziele, die mit einem Stern gekennzeichnet sind, können erst vor Ort gebucht werden, weil sie von der Witterung abhängig sind

KARTE ZU DEN AUSFLUGSZIELEN

>>> FOTOS ZU DEN AUSFLUGSZIELEN

        

Die Preise sind abhängig von der gewählten Unterkunft, der Anreise, dem Termin und der Klassengröße. Per Anfrage berechnen wir gerne den entsprechenden Paketpreis.

Beispiel (excl. An- und Abreise):

- Schulklasse mit 22 SchülerInnen und 2 BegleitlehrerInnen
- Termin 12.06.-17.06.2017
- 5 Nächte inkl. Halbpension
- 8 Bioprojekte an der Meeresschule

- Preis pro SchülerIn:

        - 324.-€  An der Jugendherberge in Pavillions (Vier 6-Bettzimmer pro Pavillion ; 1Dusche,
                      2WC u. 3Waschbecken pro Pavillion)

        - 337.-€  An der Jugendherberge in MobileHomes (Zwei Wohneinheiten pro MH ; 1 Wohneinheit

                      hat 4 Schlafplätze und Dusche/WC/Waschbecken)

        - 368.-€  Im Hotel Pula in 2- oder 3 Bettzimmern mit Badezimmer

- Preis pro LehrerIn

        - 137.-€  An der Jugendherberge in MobileHomes
        - 203.-€  Im Hotel Pula in Einzelzimmern

ZAHLUNGSMODALITÄTEN

Die Anzahlung in der Höhe von 20% des Reisepreises darf frühestens 11 Monate vor dem vereinbarten Ende der Reise entgegengenommen werden (laut Reisebürosicherungsverordnung). Die genaue Frist für die Anzahlung hängt von der gebuchten Reise ab und wird von uns bei der Buchung bekanntgegeben. Die Restzahlung erfolgt frühestens 20 Tage und spätestens 7 Tage vor Reiseantritt (siehe AGB unter „Kundengeld-absicherung"). Beachten Sie bitte die Reiserücktrittsgebühren unter dem Punkt „Reiserücktritt mit Stornogebühr". Beachten Sie bitte außerdem, dass die Zahlungen gesammelt von einem Konto (üblicherweise vom Schulkonto) angewiesen werden und Sie daher auf dieses Sammelkonto rechtzeitig einzahlen, damit die obigen Zahlungsfristen der Sammelüberweisung auch fristgerecht durchgeführt werden können.
Die Zahlungen (Anzahlung und Restzahlung) der gesamten Reisegruppe muss gesammelt auf das Konto von NaWi-Reisen überwiesen werden.

Klassenliste:

Die Klasse muss eine von der Schule abgestempelte Klassenliste bei der Unterkunft abgeben. Damit wird die Ortstaxe nicht verrechnet. Falls diese Klassenliste nicht abgegeben wird, muss NaWi-Reisen die Ortstaxe vor Ort einheben (ca. 1,00€ pro Person und Tag)

REISERÜCKTRITT MIT STORNOGEBÜHR

Abweichungen von den Allgemeinen Reisebedingungen 1992 (ARB 92):

Rücktritt mit Stornogebühr (vergl. ARB 92, Abschnitt B 7.1. lit. c)
Für NaWi-Reisen gelten bezüglich der ARB 92 folgende, abweichende Stornosätze:

Die Anzahlung in der Höhe von 20% des gesamten Reisepreises ist gleichzeitig die Stornogebühr im Falle eines Reiserücktritts bis 30 Tage vor Reiseantritt. Ein Rücktritt ab dem 30. Tag vor Reiseantritt führt zu folgenden erhöhten Reiserücktrittskosten (Stornogebühren):

ab 30 Tage vor Reiseantritt...............................30% des Reisepreises
ab 20 Tage vor Reiseantritt...............................50% des Reisepreises
ab 10 Tage vor Reiseantritt...............................80% des Reisepreises
bei Reiserücktritt ab 3 Tage vor Reiseantritt wird der Gesamtbetrag fällig

Falls ein Reisbustransfer mit Pauschalpreis (gesamter Bus wird bezahlt unabhängig von der Personenzahl) gebucht ist, dann beziehen sich die obigen Stornosätze nur auf den Reisepreisanteil exklusiv des Reisebusses und der aliquote Reisebusanteil des zurückgetretenen Reisegastes muss in jedem Fall (ab dem Erhalt der Reisebestätigung) gesamt bezahlt werden, da sich sonst die Kosten der restlichen ReiseteilnehmerInnen erhöhen würden. Auch eine eventuell abgeschlossene Reiseversicherung muss unabhängig vom Zeitpunkt des Rücktrittes komplett bezahlt werden.

Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung. Informationen dazu geben wir Ihnen gerne bei Anfrage.

AGB & REISEBEDINGUNGEN (ARB92)

Veranstalter: NaWi-Reisen, eingetragen im Veranstalterverzeichnis des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend. NaWi-Reisen tritt im Falle der Schülerprojektwochen an der Meeresschule in Pula als Veranstalter auf und haftet deshalb gemäß Abschnitt B („Das Reisebüro als Veranstalter") der Allgemeinen Reisebedingungen 1992 („ARB 92").
Die AGB & Reisebedingungen (ARB92) sind eine wichtige Grundlage für das Vertragsverhältnis zwischen Ihnen und dem Reiseveranstalter NaWi-Reisen. Bitte nehmen Sie sich Zeit um die Geschäfts- und Reise-bedingungen aufmerksam zu lesen. Sie regeln die Rechte und Pflichten des Reisenden und des Reise-veranstalters vor, während und nach der Reise. Darüber hinaus finden Sie in den Geschäftsbedingungen von NaWi-Reisen wichtige Informationen über Ihre Buchungsschritte von der Anfrage bis zum Zustandekommen eines Reisevertrages (Buchungsbestätigung). LINK: AGB und ARB92

KUNDENGELDABSICHERUNG
(Informationen gemäß § 7 Abs. 1 RSV sowie § 7 Abs. 5 Z 1 RSV):

Gemäß der Reisebürosicherungsverordnung (RSV) sind Kundengelder bei Pauschalreisen des Veranstalters NaWi-Reisen unter folgenden Voraussetzungen abgesichert:
Die Anzahlung erfolgt frühestens elf Monate vor dem vereinbarten Ende der Reise und beträgt 20% des Reisepreises. Die Restzahlung erfolgt frühestens 20 Tage vor Reiseantritt - Zug um Zug gegen Aushändigung der Reiseunterlagen an den Reisenden. Darüber hinausgehende oder vorzeitig geleistete Anzahlungen bzw. Restzahlungen dürfen nicht gefordert werden. Anzahlungen bzw. Restzahlungen sind nur in dem Umfang abgesichert, in dem der Reiseveranstalter zu deren Entgegennahme berechtigt ist. Die Absicherungssumme wird vorrangig zur Befriedigung von vorschriftsmäßig entgegengenommenen Zahlungen verwendet.
Die bei NaWi-Reisen gebuchten Pauschalreisen sind nach Maßgabe der österreichischen Reisebürosicherungsverordnung – RSV (BGBl. II Nr.10/1998) durch eine Bankgarantie bei der Steiermärkischen Bank & Sparkassen AG, Sparkassenplatz 4 - 8010 Graz unter der Garantienummer 7590513 abgesichert.
Im Insolvenzfall sind sämtliche Ansprüche, bei sonstigem Anspruchsverlust, bei der Europäischen Reise-versicherung AG, Kratochwjlestraße 4, 1220 Wien, Tel.+43/1/317 25 00 Fax: +43/1/319 93 67 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! nachweislich innerhalb von 8 Wochen ab Eintritt der Insolvenz anzumelden.
Sollte die Versicherungssumme zur Befriedigung sämtlicher Ansprüche nicht ausreichen, so werden die Forderungen der Kunden mit dem aliquoten Anteil erfüllt.

VERSICHERUNGEN

Wir empfehlen den Abschluss von Reisegepäck-, Reiseunfall-, Reisehaftpflicht- und Reisekrankenversicherung mit Ambulanzflug aus dem Ausland. Wir sind Partner der Europäischen Reiseversicherungs AG und können Ihnen gerne diesbezüglich ein maßgeschneidertes Angebot machen. Es gibt zum Beispiel für die Durchführung von Klassenfahrten ausgezeichnete und günstige Versicherungsmöglichkeiten:

>> KOMPLETTVERSICHERUNG FÜR SCHÜLERPROJEKTWOCHEN

Wichtige Information für Eltern von SchülerInnen mit Reiseversicherung:
Bitte vergessen Sie nicht im Falle einer Stornierung der Veranstaltung zum frühest möglichen Zeitpunkt die Versicherung (Europäische Reiseversicherung) UND den Reiseveranstalter (NaWi-Reisen) davon in Kenntnis zu setzen. Ansonsten kann es Ihnen passieren, dass nicht der gesamte Reisepreis refundiert werden kann. Wenn zum Beispiel ihr Sohn/ihre Tochter von der Schule abgemeldet wird, vom Arzt eine Nichtteilnahme bescheinigt wird oder eine Nachprüfung negativ abgelegt wird müssen Sie das sofort melden.
>> weitere Informationen dazu

Die Anmeldung erfolgt über Ruth Fraissler mit dem automatischen Kontaktformular (siehe unten) oder per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ruth Fraissler

Ruth Fraissler

Telefon
0043-676-7733721
erreichbar zu den Bürozeiten siehe unten

Bürozeiten
Jan-Feb 2016:
Mo-Fr 10:00 - 15:00

Email:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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 SICHERHEIT IM KURSBETRIEB:

Bei der Meeresbiologischen Schülerprojektwoche an der Meeresschule haben unsere jungen Kursteilnehmer die Chance gemeinsam mit unseren Meeresbiologen den Lebensraum Meer zu erkunden. Wir Menschen sind nur Gäste in dieser fremden Welt und müssen uns daher zuerst physisch und psychisch an solche Expeditionen anpassen bevor wir bezaubernd schöne Erfahrungen in den „Gärten des Poseidon" machen können. Jahrelange Erfahrung mit dem Lebensraum Meer und tausenden jungen Menschen haben unsere Kursleiter zu verlässlichen Partnern bei dieser Entdeckungsreise gemacht.

Das Team von NaWi-Reisen und der Meeresschule-Pula hat einen Sicherheitsstandard entwickelt, der beinahe jedem jungen Menschen die Möglichkeit bietet, sich selbständig und sicher in der Meeresumwelt zu bewegen. Selbst bei allen möglichen Sicherheitsmaßnahmen bleibt am Ende immer noch ein gewisser Rest an Selbstverantwortung, den wir niemandem abnehmen können. An dieser Stelle wollen wir nachdrücklich auf einige Punkte hinweisen, die bei der Teilnahme an der Projektwoche für unsere geschätzten Reisegäste im eigenen Interesse zur Verpflichtung werden sollten. Einige Punkte müssen wir sogar verpflichtend verlangen, um unsere spannenden Exkursion für alle Beteiligten zu einem unvergesslich schönen Erlebnis machen zu können.

Die folgenden Maßnahmen haben sich aus unserer Erfahrung als äußerst wichtig erwiesen. Mag auch die eine oder andere Regel für sich alleine nicht so wesentlich erscheinen, da sie oft auch von der individuellen Konstitution einer Person abhängt, so ist aber vor allem die Kombination aller Sicherheitsmaßnahmen ausschlaggebend für ein unbeschwertes Vergnügen und einen sicheren Kursbetrieb:

• Vermeide eine Überhitzung des Körpers
     - Kopfbedeckung (Sonnenhut, Kappe)
     - Begib dich so oft wie möglich in den Schatten
     - Bei Hitze trage den Neoprenanzug nur im Wasser

• Trinke genügend Wasser
     - Salzwasser und Hitze entziehen dem Körper Wasser
     - Trinkwasser im Supermarkt besorgen
     - Vermeide Alkohol, Kaffee oder süße Getränke

• Trage feste Schuhe (keine Flip-Flops !):
     - Bootsfahrten mit schlechten Schuhen sind verboten
     - Betreten der Felsküste mit losem Schuhwerk ist verboten

• Schnorcheln nur im Buddy-System:
     - Wähle einen Schnorchelpartner (Buddy), der sich im Wasser ständig in deiner unmittelbaren Nähe befindet

Niemand wird während des Kursbetriebes zu etwas gezwungen, gedrängt oder vor der Gruppe bloßgestellt weil er/sie etwas nicht machen will oder kann. Jeder Reisegast hat jederzeit die Möglichkeit (und sei es nur aus einem undefinierbaren Unbehagen heraus) sich bei unseren Kursleitern zu melden, um bei einem Teil des Programmes nicht mitzumachen. Wir erwarten keine Begründungen dafür, werden selbstverständlich Rücksicht darauf nehmen und werden versuchen eine gute Alternative anzubieten.

- Keine Kopfsprünge ins Wasser
- Springen ins Wasser ist nur auf unsere Anweisung erlaubt
- Ein- und Ausstieg ins Wasser nur an den zugewiesenen Positionen
- Melde dich sofort wenn du dich unwohl fühlst
- Behalte am Boot deinen zugewiesenen Platz
- Beim Auftauchen an einer Felswand unbedingt von der Wand wegtauchen
- Verlasse und betrete das Boot nur auf unsere Anweisung

Wenn sich ein Kursteilnehmer wiederholt (auch auf unsere Ermahnung hin) unseren Anweisungen, die seiner eigenen Sicherheit oder der Sicherheit der anderen Teilnehmer dient, absichtlich widersetzt dann nehmen wir uns das Recht heraus ihn/sie von gewissen Teilen des Programmes auszuschließen bei denen es dadurch zu Zwischenfällen kommen könnte. Das sind vor allem die Bootsausfahrten und der Besuch unwegsamer Küstenabschnitte (zum Beispiel die Meeresgrotte in Muzil). Auch durch wiederholtes, respektloses Verhalten den Kursleitern oder anderen Teilnehmern gegenüber, können wir uns nicht darauf verlassen, dass der entsprechende Reisegast, wenn es darauf ankommt, unseren Anweisungen Folge leistet. Auch das wäre dann ein Ausschlussgrund.
Im Falle eines solchen Ausschlusses muss eine verantwortliche Begleitperson (Lehrer oder Lehrerin) bei dem betroffenen Kursteilnehmer bleiben, während die andere Gruppe am Programm teilnimmt.

• Bitte Wertsachen an der Rezeption der Jugendherberge oder im Hotelsafe deponieren

• Badebekleidung bereits in der Früh unterziehen erspart umkleiden vor Kursbeginn

• Benötigtes Handgepäck (Rucksack/Tasche) mit:
     - Schreibzeug
     - Handtuch
     - Jacke oder Sweater
     - Strandschuhe (Plastikpantoffel)
     - Sonnenschutz (Creme, Kopfbedeckung)
     - Getränke (Wasserflasche)
     - Plastiksack für nasse Badebekleidung
     - Unterziehwäsche
     - Bitte sonst nur das Notwendigste mitnehmen

• Verhaltensregeln an der Meeresschule
     - Sämtliche Sachen im Handgepäck aufbewahren
     - Laborplätze für nachfolgende Gruppen leer und sauber zurücklassen

• Verhalten beim Schnorcheln
     - Innerhalb der Großgruppen Bildung von Zweiergruppen zur Sicherheit
     - Bei Unwohlsein Kursleiter informieren
     - Nach dem Schnorcheln in trockenes Gewand wechseln
     - Schnorchelausrüstung geordnet im Lager der Meeresschule belassen

• Verhaltensregeln für Bootsausflüge
     - Handgepäck bei sich behalten
     - Windsichere Bekleidung (Sweater mit Kaputze) und Kopfbedeckung
     - Trittsichere Schuhe (Turnschuhe, feste Sandalen)
     - Während der Fahrt zugewiesenen Platz behalten
     - Sachen während der Fahrt verstauen (Fahrtwind)

• Leihmaterial
     - Schnorchelausrüstung (Schnorchel und Maske) können an der
        Meeresschule gegen eine Kaution von 10.-€ (oder 100.-Kn) für
        die gesamte Kursdauer geliehen werden. Bei Verlust der Ausrüstung
        wird die Kaution von der Meeresschule einbehalten
     - Tauchanzüge können (sofern genügend vorhanden sind) gegen eine
        Leihgebühr an der Meeresschule geliehen werden. Sie bleiben während des
        gesamten Aufenthalts im Aufbewahrungsraum an der Meeresschule.
        Leihgebühr: Kurzer Anzug (Shorty) 3.- Euro pro Tag
        Langer Anzug 6.- Euro pro Tag
     - In den Monaten März, April, Mai und Oktober verrechnet die Meeresschule
        keine Leihgebühr

• Schnorchelausrüstung (Flossen, Maske, Schnorchel)
• Kopfbedeckung und Sonnenschutz
• Warme Bekleidung nicht vergessen. Es gibt kalte Winde (speziell beim Bootfahren)
• Badesachen (Handtücher, Badebekleidung)
• Reisepass, Geld (Kuna)
• Medikamente die ich regelmäßig nehmen muss (und eine Bestätigung der Eltern, dass ich diese Medikamente nehmen darf)
• Feste Schuhe, die auch nass werden dürfen (alte Turnschuhe oder feste Sandalen für die Felsküste)
• Für Brillenträger empfehlen wir Tageslinsen (die kann man auch mit der Tauchermaske tragen)
• Kleiner Rucksack für das nötige Tagesgepäck während des Kurses
• Neoprenanzug wenn verfügbar. Es genügt auch ein Surfanzug oder ein Shorty.
• Fotoaparat oder Filmkamera wenn verfügbar

Für die Projektwoche an der Meersschule in Pula ist es sehr hilfreich, wenn sich die Kursteilnehmer in einer Wassertiefe, in der man nicht mehr stehen kann, selbstständig schwimmend fortbewegen können. Falls das nicht der Fall ist nehmen wir gerne besondere Rücksicht auf schwache Schwimmer und bei Kenntnis darüber können wir Schwimmhilfen (Auftriebskörper wie Boje oder Neoprenanzug) anbieten.

Folgende Punkte sind ein Auszug aus der Hausordnung der Jugendherberge:

• Ihre Wertgegenstände können sie kostenlos an die Rezeption zur
   Aufbewahrung im Safe geben. Die Jugendherberge Pula übernimmt
   keine Haftung für Wertgegenstände, die nicht an der Rezeption
   aufbewahrt werden.

• Damit sie nicht an die Öffnungszeiten der Rezeption gebunden sind,
   können sie während ihres gesamten Aufenthaltes in der Jugendherberge
   Pula ihren Zimmerschlüssel behalten. Wir möchten sie nur dringend bitten,
   stets ihre Zimmertür und die Haustür abzuschließen.

• Zwischen 22:00 und 06:00 ist ein Nachtwächter am Platz.

• Wir möchten sie bitten, ab 23:00 leise zu sein.

• Frühstück gibt es von 08:30 bis 09:30

• Abendessen gibt es von 18:30 bis 19:30.

• An ihrem Abreisetag ist die Check-out-Zeit bis 10:00

• Bitte erleichtern sie den Reinigungsdamen die Arbeit, indem sie die Toiletten
   und Duschen sauber halten.

• Offenes Feuer ist auf dem gesamten Gebiet der Jugendherberge Pula
   strikt verboten.

• In den Zimmern ist weder rauchen, noch der Genuss von Alkohol erlaubt.

• Bitte nehmen sie keine Decken oder andere Gegenstände aus den
   Zimmern mit nach draußen. Weiterhin ist es für Nicht-Gäste verboten,
   sich in den Zimmern der Jugendherberge aufzuhalten.

• Verlorengegangene Zimmerschlüssel sowie Schäden in den Räumen bzw.
   an den Gegenständen in den Räumen werden entsprechend der Schaden
   Preisliste, die an der Rezeption einzusehen ist berechnet.

• Bitte gehen sie sorgsam mit der Natur um!

KOMPLETTE SICHERHEITSBESTIMMUNGEN als PDF-Download

 


MEERESBIOLOGISCHE INHALTE:

Liebe LehrerInnen und KursteilnehmerInnen.
Die folgenden biologischen Beiträge sind ein ausgezeichneter Leitfaden sowohl für eine Vorbereitung als auch für eine Nachbereitung eures Biologiekurses an der Meeresschule in Pula.
Außerdem freuen wir uns, dass über die Schülerprojektwochen an der Meeresschule in Pula eine Diplomarbeit verfasst wurde:
Thema: "Ökosystem Meer - Unterrichtselemente zur Vor- und Nachbereitung meeresbiologischer Projektwochen" von Simone Peitler
Du kannst die Arbeit frei herunterladen. Über den folgenden Link gelangst du direkt zum Uni-Kat der Universitätsbibliothek in Graz. Gibt als Suchwort "Simone Peitler" ein:

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Viel Spaß beim Lesen!

 

Seegräser haben sich aus den Laichkrautgewächsen (Potamogetonaceae) entwickelt und sich sekundär zurück ins Meer verbreitet. Man findet sie vom unteren Gezeitenbereich (Eulitoral) bis zur Untergrenze der Starklichtzone (Infralitoral). Heute sind im Mittelmeer 5 Arten von Seegräsern nachgewiesen, die den Familien Posidoniaceae, Cymodoceaceae, Zosteraceae und Rupiaceae zugeschrieben werden können. In adriatischen Gewässern sind zwei Arten für die Bestandsbildung hauptverantwortlich, zum einen das Neptunsgras (Posidonia oceanica), eine im Mittelmeer endemische Art und andererseits das Tanggras (Cymodocea nodosa), ein saisonaler Kosmopolit.

mediterrane-seegraeser

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oben: Verbreitung und Habitus der ursprünglichen Seegrasarten im mediterranen Raum nach J. Borum & M. Greve

("European seagrasses" - The M&MS project, 2004)

unten von li nach re: Posidonia oceanica, Cymodocea nodosa

 

Zu den gemeinsamen Merkmalen aller Seegräser zählen 1) eine konstant untergetauchte Lebensweise, 2) die Zugehörigkeit zu den Blütepflanzen, 3) die spezialisierte Wachstumsstrategie 4) die Gebundenheit an mobile Substrate (Schlick, Sande und Kies verschiedener Korngrößen) und 5) die Verankerung im Substrat über Wurzeln. Die Bestäubung findet an der Wasseroberfläche, oder unter Wasser statt, wobei fadenförmige Pollenkörner vom Wasser verdriftet werden und an der Narbe der weiblichen Blüte kleben bleiben. Die Früchte der Seegräser werden als Meeroliven bezeichnet. Für Cymodocea nodosa ist eine jährliche Blüte dokumentiert, während Posidonia oceanica unregelmäßig und selten zu blühen scheint. Hauptverbreitungsstrategie beider Arten bleibt jedoch die vegetative Reproduktion, wobei durch Knospung eine, dem Boden aufliegende (Posidonia), oder leicht versenkte (Cymodocea), horizontale Sproßachse (=Rhizom) verlängert wird. An der Unterseite dieses Rhizoms entspringen feine Wurzeln, welche die Verankerung im Boden und die Nährstoffassimilation aus selbigem übernehmen. Auf der Oberseite entspringen aufrechte Seitensprosse, aus denen in Büscheln die Blätter entwachsen. Dabei handelt es sich um eine spezialisierte Form der Blattverjüngung, indem im sogenannten Förderbandwachstum neues Blattgewebe durch ein basales Meristem (=teilungsfähiges Bildungsgewebe) nachgebildet und nach oben geschoben wird. Die oberen und somit älteren Blattregionen werden je nach Art des Seegrases nach einer gewissen Lebenspanne abgeworfen, oder durch mechanische Kräfte sukzessive erodiert.

 

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Schema verändert nach Ott (1996)

 

Seegräser meiden Gebiete zu starker Sedimentumlagerung, wirken aber selbst, durch die vergrabenen Wurzeln, stabilisierend auf den Meeresboden und bilden regelrechte Sedimentfallen. Darüber hinaus erhöhen sie die Raumstruktur auf den sonst strukturarmen Sedimentböden in bedeutendem Maße und bilden so Lebensraum, Versteck und Laichplatz für viele bewegliche (vagile) Tiere. Unter diesen sind Form- und Farbanpassungen bemerkenswert. Langgestreckte schlanke (Asseln – Gatt. Idotea, Garnelen – Gatt. Hippolyte, Seenadeln – Gatt. Syngnathus) oder extrem flache Körpergestalt (Schildbäuche - Fam. Gobiesocidae) ist häufig. Viele Arten kommen in mehreren Farbvarianten vor, die den verschieden gefärbten Blattregionen entsprechen, sodass die Tiere erst durch ihre Bewegung sichtbar werden. Für festgewachsene (sessile) Organismen bilden Seegräser stabilen Untergrund zum Siedeln, wobei der Aufwuchs mit dem ständig sich verändernden Substrat (Lebensdauer und Wachstumsrhythmus der Blätter) zurechtkommen muss. Sämtliche assoziierte Formen profitieren von der hohen Primärproduktion der Seegraswiesen, welche ein komplexes Nahrungsnetz und somit eine enorme Artenvielfalt nach sich zieht.

 

Hippolyte1 Macropodia
Pomatoceros Sarpa

Tue apletodon 2 DSCN2219

oben von li nach re: Hippolyte sp., Macropodia sp.

mitte von li nach re: Pomatoceros triqueter, Sarpa salpa

unten von li nach re: Apletodon incognitus, Synisoma lancifer

 

Algen begegnen uns insbesondere unter Wasser. Oft werden sie als „Wasserpflanzen" bezeichnet, dabei sind sie keineswegs weder auf eine rein untergetauchte Lebensweise ausgerichtet, noch handelt es sich um tatsächliche Pflanzen. Der Begriff ist verwirrungsstiftend und am besten beraten ist man wohl wenn man versucht, Algen als „pflanzenartige" Eukaryonten (Lebewesen, deren Zellen einen Zellkern besitzen) zu verstehen, die Photosynthese betreiben und zum überwiegenden Teil im Wasser angesiedelt sind. Es handelt sich dennoch um einen biologischen Sammelbegriff, der unterschiedliche, photosynthetisch aktive Gruppen, die in keiner speziellen Verwandtschaftsbeziehung zueinander stehen, umfasst. Somit können beispielsweise sowohl einzellige Vertreter des freien Wasserkörpers (Pelagial) als „pflanzliches" Plankton (größtenteils Dinoflagellaten), als auch mehrzellige, zumeist den Meeresboden besiedelnde, Formen zu den Algen gezählt werden. Letztere zeichnen sich besonders durch die Ausbildung eines, mit bloßem Auge sichtbaren, Thallus („Algenkörper") aus. Man bezeichnet sie als Makroalgen oder Seetange, welche als solche vorwiegend in Küstennähe und dort auf stabilem Untergrund zu finden sind. Im Folgenden wird näher auf die Lebensweise der Makroalgen eingegangen. Es besteht eine Gliederung in drei große Reiche, die sich insbesondere in der Organisationsstufe der Thalli und den farbgebenden, akzessorischen Pigmenten unterscheiden:

 

1) Braunalgen (Phaeophyceae) – erreichen die höchste Organisationsstufe (zum Teil echte Gewebe, Ausbildung von Organen); besitzen neben Chlorophyll a auch Phycoxanthin zur Lichtabsorption

 

2) Grünalgen (Chlorophyceae) – weisen einen eher flächigen Wuchs mit oft siphonaler Organisationsstufe (= Schlauchthallus mit mehreren Zellkernen) auf, jedoch treten in dieser Gruppe auch einige „Riesenzeller" (Körper aus einer einzigen Zelle bestehend) in Erscheinung; besitzen Chlorophylle a und b

 

3) Rotalgen (Rhodophyceae) – sehr variable Gruppe; viele kalkeinlagernde Arten aus der Abteilung der Corallinaceae, die sowohl verzweigte, als auch flächendeckende, krustenartige Erscheinungsformen aufweisen; besitzen Chlorophyll a sowie Phycoerythrin

 

Zusammen bilden sie das sogenannte Algenphytal, per definitionem die Biozönose der photophilen Algen ab knapp unter der Wasseroberfläche, bis zum Beginn des Circalitorals. Besonders primäre Hartböden werden bei ausreichendem Lichtangebot von einer Vielzahl verschiedener Algen dicht besiedelt, wobei die Übergänge der Fazies oft fließend sind. Die Verankerung am Substrat wird durch eine Haftscheibe übernommen, während die im Wasser kreisenden Nährstoffe über die Thalli aufgenommen werden. Dieser Bewuchs zieht einen weitreichenden topologischen Aspekt nach sich. Es entstehen, aufgrund der Wuchsform verschiedener Algen, stark gegliederte Nischen und Schichten, als Teil eines charakteristischen Zonierungsmusters:

 

1) Krusten- oder Polsterschicht – knapp über dem Untergrund (typ. Vertreter: Pseudolithophyllum sp.)

 

2) Rasenschicht – schließt oberhalb an die Krustenschicht an (typ. Vertreter: Halimeda tuna)

 

3) niedere Strauchschicht – verzweigte Formen mittlerer Höhe (typ. Vertreter: Dictyopteris membranacea)

 

4) hohe Strauchschicht – ausschließlich Brauntange, oft stark verzweigt (typ. Vertreter: Cystoseira sp.)

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Steinblatt.jpg - 433.35 kb Halimeda.bmp - 1.27 MB

Weichhutiger_Tang.JPG - 381.36 kb Cystoseira.JPG - 182.58 kb

oben: Schema verändert nach Ott (1996)

mitte von li nach re: Pseudolithophyllum sp., Halimeda tuna

unten von li nach re: Dictyopteris membranacea, Cystoseira sp.

 

Als Phyton bezeichnet man die charakteristische Besiedelung durch die Fauna in bestimmten Pflanzenbeständen, dessen Wachstum ebenfalls durch die Nischenbildung beeinflusst wird. Somit können Spezialisierungen der Charakterarten auf den jeweiligen Zustand beobachtet werden. Zu berücksichtigende Faktoren wären neben der Strömung noch Lichtangebot, Sedimentationsgrad, Nährstoff- und Sauerstoffgehalt, die in den einzelnen Strata variieren können. In den Strauchschichten findet man beispielsweise die unterschiedlichsten Vertreter von Anneliden (Gliederwürmer), Crustaceen (Krebstiere), oder Gastropoden (Schnecken), die mit entsprechenden Anpassungen (Haft- oder Klammerorgane) der Wasserbewegung Widerstand leisten. Doch nicht alle Formen, die man in einem Algenwald antreffen kann, müssen unbedingt frei beweglich sein. Durch ihren oft stark verzweigten Wuchs, leisten Makroalgen einen erheblichen Beitrag zur Oberflächenvergrößerung des Meeresbodens und bieten somit zahlreichen sessilen (festsitzenden) Formen ein Substrat um aufwachsen zu können. Solche Substrate, die aus lebenden Organismen, oder deren Produkten aufgebaut sind, werden allgemein als sekundäre Hartböden bezeichnet. Zahlreiche Pflanzenfresser, unter anderem auch große Fische, nutzen die Biomasse der Algenwälder zur Deckung ihres Energiebedarfs, andere wiederum sehen die dichten Bestände als willkommenes Rückzugsgebiet bei Fraßdruck. Allen assoziierten Formen gemein, ist selbstverständlich der Bezug von Sauerstoff und anderen Photosyntheseprodukten wie Zucker und Proteine. Dies alles sind Vorteile eines Lebensraums, der, aufgrund seines „einzigartigen" Baus, Heimat fast aller mariner Tierstämme ist.


074.jpg - 522.12 kb Coris.JPG - 63.63 kb
Diplodus.JPG - 99.35 kb Flabellia.JPG - 2.34 MB
Kleinfauna.JPG - 73.76 kb Kleinfauna1.JPG - 82.29 kb

oben von li nach re: Corallina sp., Coris julis

mitte von li nach re: Diplodus vulgaris, Flabellia petiolata

unten: div. algenassoziierte Meio- und Makrofauna

 

Die kroatische Adriaküste ist für ihren hohen Anteil an Karbonat-Gesteinen bekannt. Durch Verwitterung von Kohlensäure und die Ausfällung von Kalkstein entsteht eine Geländeform, die als Karst bekannt ist. Als Verkarstung ist eine sukzessive Zersetzung (Korrosion) des Gesteins zu verstehen, die durch tektonische Verschiebungen, mechanische Belastung durch Niederschlagswasser und klimatische Bedingungen begünstigt wird. In solch einer Umgebung ist das Auftreten zum Teil gewaltiger Aushöhlungen nichts Seltenes. Nachdem es sich bei der kroatischen Küste um den Typus einer „Untertauchküste" handelt, sind viele dergestalt entstandene Höhlensysteme über die Zeit im Meer versunken. Kräfte, die durch die Wellenbewegung entstehen und von der See her auf die Küste wirken, können ebenso zur Abtragung, oder Aushöhlung des Gesteins beitragen. Auf diese Weise ist ein spezieller Lebensraum für Meeresbewohner entstanden, die sich den dort herrschenden Bedingungen angepasst haben. Höhlen im Meer unterscheiden sich in ihren Bewohnern charakteristisch von Landhöhlen. Während Höhlen am Festland sehr von anderen Ökosystemen abgeschlossen sind und sich dadurch eine typische Fauna ausgebildet hat, verbindet das Medium Wasser alle Lebensräume im Meer miteinander. Larven verschiedener Organismen, Nährstoffe und Sedimente, werden in Meereshöhlen an- und abtransportiert. Deshalb findet man im Meer kaum Tiere oder Pflanzen, die ausschließlich in Höhlen vorkommen. Die Artenzusammensetzung und die Häufigkeit der Organismen, werden vor allem von zwei Umweltparametern bestimmt:


1) Angebot an Licht

2) Stärkegrad der Wasserbewegung

Sowohl Licht, als auch Wasserbewegung nehmen gegen das Höhleninnere ab! Das Gefälle beider Faktoren ist dabei entscheidend von der Höhlenmorphologie bestimmt und generell zwischen verschiedenen Höhlentypen unterschiedlich stark.

 

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Schema nach Hofrichter (2002)
 

Der Lichtverlust wirkt sich in erster Linie auf die Algengesellschaften aus, welche bereits knapp unter dem Höhlendach, dem sogenannten Höhlenvordergrund, einer Beschattung ausgesetzt sind, die ein Wachstum von besonders lichtliebenden Formen (die meisten Braunalgen) verhindert. Schattentolerantere Formen (wenige Grün-, einige Rotalgenarten) vermögen noch etwas weiter hinten gelegene Standorte zu besetzen. Mit der schwindenden Abundanz der Algen, erschließt sich ein wachsendes Angebot an Besiedelungsfläche, welches von Organismen genutzt werden kann, die nicht unbedingt an das Vorhandensein von Licht gebunden sind – die sessilen Tiere. Diese sind meistens Suspensionsfresser, das bedeutet, sie benutzen verschiedenste Techniken (wie etwa Filtrieren), um kleine, im Wasser aufgeschwemmte, Nahrungspartikel zu gewinnen. Bei starker Wasserbewegung reicht es meistens aus, einen Filterapparat in die Strömung zu halten und darauf zu warten, dass das Wasser die lebensnotwendigen Partikel herbei- und Ausscheidungsprodukte abtransportiert. Organismen, welche solch eine Strategie verfolgen, werden als passive Suspensionsfresser bezeichnet. Man findet sie bevorzugt in den vorderen Regionen eines Höhlensystems. Die Wasserbewegung wirkt sich obendrein auf die Wuchsformen der Tiere aus. Bei starkem Wellenschlag ist eher krustenförmiger Aufwuchs zu beobachten (Anthozoa – Gatt. Parazoanthus), wohingegen beruhigtere Zonen das Aufwachsen höherer und filigranerer Organismen erlauben (Hydroiden – Gatt. Eudendrium). Gegen den Höhlenhintergrund werden passive von den aktiven Suspensionsfressern abgelöst. Darunter versteht man all jene Formen, die in der Lage sind, die Wasserbewegung zu beeinflussen. Zumeist wird durch Strudelbewegungen spezialisierter Organe ein, aus dem Hauptwasserstrom abzweigender, Nebenstrom direkt zu den Tieren gelenkt. Durch dieses Vermögen können sie Bereiche von Höhlen erobern, in denen nur noch geringer Austausch mit der Umgebung stattfindet. Tiere mit besonders hoher Filtrationsrate findet man im Reich der Schwämme (Porifera) und der Muscheln (Bivalvia).

Aufgrund dieser besonderen Verhältnisse von Licht und Wasserbewegung, zusammen mit den Ansprüchen und Anpassungsvarianten der Organismen, entsteht ein oft lehrbuchreifes Zonierungsmuster einer Meereshöhle.

 

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Schema nach Ott (1996): Das außerhalb der Höhle voll entwickelte Phytal (1) verliert gegen den Höhleneingang Schicht um Schicht: Im Schattengebiet ist nur mehr die schattenliebende (sciaphile) Rasenschicht (2), im Höhleneingang die Krustenschicht (3) vorhanden. Hier kommen an der Decke Hydroiden (4) dazu, die den Vordergrund und das Zentralgebiet gemeinsam mit massigen Schwämmen, Austern und Seepocken (5) und Moostierchen (6) prägen. Im Höhlenhintergrund sind aufrechte Formen, wie Hornkorallen 7) und Fingerschwämme (8), zu finden. Das Endolithion (9) ist besonders im Zentralgebiet mit Bohrmuscheln und Bohrschwämmen gut entwickelt.

 
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oben von li nach re: Grotteneingang, Pseudolithophyllum sp. bzw. Peyssonnelia sp.

mitte von li nach re: Eudendrium sp., Parazoanthus axinellae

unten von li nach re: Chondrosia reniformis, Spirastrella cunctatrix


Küsten stellen das Bindeglied zwischen aquatischem und terrestrischem Lebensraum dar. Interessanterweise werden weiteste Flächen felsdominierter Küsten von Meerestieren besiedelt, so dass man eigentlich von ihnen als einem Lebensraum des Meeres sprechen kann, der landwärts mit dem Beginn einer geschlossenen Humusdecke (wenn vorhanden) endet. Richtung Meer bildet die mittlere Niedrigwasserlinie die Untergrenze. Neigungswinkel, Art und Struktur des anstehenden Gesteines und die Gezeitenhöhe bestimmen die Ausprägungsformen einzelner Abschnitte. Der gesamte permanent aufgetauchte Bereich wird als Supralitoral bezeichnet, während der Bereich zwischen mittlerer Hoch- und Niedrigwasserlinie als Eulitoral gilt. Entlang des Küstenprofils führen Umweltparameter wie Temperatur, Salinität, oder Feuchtigkeit zu einer typischen Organismenzonierung, wobei die Bewohner sowohl mit aquatischen, als auch terrestrischen Einflüssen konfrontiert sind. Für den Beobachter werden diese Zonen am ehesten durch die unterschiedliche Farbgebung der einzelnen Abschnitte sichtbar, welche durch die mehr oder weniger dichte Besiedelung von epi- und endolithischen Cyanobakterien hervorgerufen wird. Bei hoher Dichte erscheint der Fels dunkel bis schwarz, während bei niedriger die Eigenfarbe des Gesteins (an kroatischen Küsten überwiegend weißlich-heller Kalkstein) in Erscheinung tritt.

 

Schema nach Ott (1996): Zonen der Felsküste und deren typische Bewohner 
 

Das Eulitoral, oft auch als Gezeitenzone bezeichnet, hebt sich diesbezüglich ob seiner auffallenden Helligkeit hervor. Trotz der optimalen Bedingungen für Cyanobakterienwachstum, ist die starke Weidetätigkeit verschiedener Schnecken (hpts. Gatt. Patella - Napfschnecke bzw. Monodonta - Turbanschnecke), welche die Einzeller als Hauptnahrungsquelle nutzen, für diesen Zustand verantwortlich. Zusammen mit anderen, meist raspelnden und bohrenden Organismen, tragen sie neben der Aufhellung auch zur starken Zerklüftung der Zone bei. Die Abtragung des Gesteins durch Lebewesen nennt man Bioerosion. Bewohner dieser Zone sind starken mechanischen Belastungen (Staudrucke und Scherkräfte) ausgesetzt, die durch das Wechselspiel von Ebbe und Flut und das Auftreffen windgetriebener Wellen entstehen. Sie setzen sich durch eine flache Körperform, verschiedene Haftorgane, oder kräftige Kriechsohlen zur wehr. Kolonienbildner wie Miesmuscheln (Gatt. Mytilus) oder Seepocken (Gatt. Balanus – unter der Mittelwasserlinie bzw. Chthamalus – oberes Eulitoral) wachsen zur Stabilisierung dicht beieinander. Unterhalb der Mittelwasserlinie ist an der Kalkküste die Biodestruktion besonders hoch. Hier bohren verschiedene Arten von Bohrmuscheln und Vielborstern (Polychaeta) mehrere Zentimeter tief ins Gestein, um sich geschützte Wohnräume zu schaffen. Dennoch ist der Artenreichtum des felsigen Eulitorals im Vergleich zu sublitoralen (dauerhaft untergetauchten) Felsböden gering. Inter- und Intraspezifische Konkurrenz um die Besiedlungsfläche spielen eine große Rolle. Eine Ausnahme bilden in der Gezeitenzone auftretende Tümpel. Ein regelmäßiger Wassertausch bei Hochwasser, indes die Tümpel mit dem offenen Wasser in Verbindung stehen (= Fluttümpel), zieht bei ausreichender Tiefe einen Makroalgenbewuchs nach sich, was wiederum eine Besiedelung durch mehrere Organismen ermöglicht (siehe Kapitel Algenwälder).

 

oben von li nach re: Patella sp., Mytilus sp.

mitte von li nach re: div. Seepockenarten, Actinia equina

unten von li nach re: Monodonta turbinata, Fluttümpel

 

An das obere Eulitoral schließt, bereits als Teil des Supralitorals, die schwarze Zone an. Der Cyanobakterienbewuchs kommt hier besonders stark zur Geltung, obwohl auch in dieser Zone die Raspeltätigkeit der sogenannten Strandschnecke (Gatt. Melarhaphe) die Einzeller abträgt und Gesteinszerklüftungen hervorruft. Die schwarze Zone wird regelmäßig vom Wellenschlag erfasst und kann deshalb neben den Schnecken noch zum Teil von den filtrierenden Seepocken der Gattung Chthamalus besiedelt werden. Die Trockenperioden überdauern die Tiere, indem sie ihre zum Teil dickwandigen Gehäuse verschließen und die Stoffwechselrate minimieren. Die Verbindung mit dem offenen Wasser ist hier nicht mehr gegeben, darum werden Tümpel dieser Zone Wellenschlagtümpel genannt. Auch diese können bei ausreichender Tiefe von Makroalgen besetzt sein.
Als graue Zone wird jener Teil des Supralitorals bezeichnet, welcher zwar regelmäßig, jedoch nur mit Spritzwasser versorgt wird. Die Gesteinsoberfläche erscheint fleckig grau, da sie noch diffus von Cyanobakterien bewachsen ist. Strandschnecken und Klippenasseln (Gatt. Ligia) sind in Felsspalten und charakteristischen Spritzwassertümpeln zu finden, wo sie von der Restfeuchtigkeit zehren. Solche Tümpel weisen niemals Makroalgenbewuchs auf und sind während der Sommermonate von hoher Temperatur und Salinität geprägt. Das Auftreten verschiedener Flechten beginnt.

 

Strandschnecke.jpg - 171.06 kb Klippenassel.jpg - 181.06 kb
Wellenschlagtmpel.jpg - 180.44 kb Spritzw

oben von li nach re: Melarhaphe neritoides, Ligia italica

unten von li nach re: Wellenschlagtümpel, Spritzwassertümpel

 

Den obersten Abschnitt des Supralitorals bildet die weiße Zone. Namensgebend ist die nun deutlich hervortretende Eigenfarbe des Gesteins. Als Anpassungsspezialist ist aus dem Reich der Meerestiere noch die Strandschnecke vertreten. Sie ist trotz Kiemenatmung in der Lage Luftsauerstoff zu verwerten, verschließt aber rechtzeitig vor dem Vertrocknen ihr Gehäuse komplett, um auf einen anaeroben Stoffwechsel umzustellen. Die Populationsdichte ist dennoch gering und die Tiere sind ausschließlich in Spalten der Felsen zu finden, wo sich noch Reste des Cyanobakterienbewuchs befinden können. Tümpel sind zumeist durch Niederschlag, oder Sprühwasser gefüllt (= Sprühwassertümpel) und sind durch den Eintrag terrestrischer Sedimente meist trüb in der Erscheinung. Die Zone zeichnet sich vor allem durch das Auftreten terrestrischer Salzpflanzen (Halophyten) aus. Unter diesen gibt es verschiedene Strategien, um dem immer noch erhöhten Salzgehalt des Wassers entgegenzuwirken. Einige scheiden Salz aktiv über Salzdrüsen an der Blattunterseite aus (Strandnelke – Gatt. Statice), andere speichern Wasser in betont fleischigen (sukkulenten) Blättern, in denen das Salz abgekapselt werden kann (Meerfenchel – Gatt. Crithmum). Flechten treten jetzt vermehrt auf.

 


oben von li nach re: Statice cancilatum, Crithmum maritimum

unten: Sprühwassertümpel

 

 

 

Ein Mittelmeer ist durch seinen hohen Grad an geografischer Isoliertheit gekennzeichnet. Es ist zum überwiegenden Teil von Landmassen umgeben und hat eine direkte Verbindung mit einem Weltozean. Weltweit gibt es mehrere Meeresbecken, die diesen Voraussetzungen entsprechen (Karibische See, Hudson Bay, Ostsee, etc.) und demzufolge als Mittelmeere gelten. Möchte man also korrekt sein, so müsste man das allseits bekannte und vor allem unter Touristen so beliebte „Mittelmeer" zwischen dem afrikanischen und dem europäischen Kontinent, als "Europäisches Mittelmeer" bezeichnen.

Dieses Becken greift auf eine weitreichende Entstehungsgeschichte zurück. Seit Ende des Paläozoikums vor etwa 255 Mio. Jahren trennte das Tethysmeer die afrikanische und die eurasische Platte. Durch die tektonisch bedingte Bewegung der Platten zueinander, begann vor etwa 50 – 60 Mio. Jahren die eigentliche Bildung des Europäischen Mittelmeeres. Es falteten sich große Bergketten (z.B. die Alpen in Mitteleuropa) um das Meeresbecken auf und die Verbindung zu den Weltmeeren wurde so weit verengt, bis sie schließlich ganz unterbrochen war. Geringer Niederschlag und hohe Verdunstung sorgten dafür, dass bis vor 6 Mio. Jahren das Mittelmeer weitgehend ausgetrocknet und ein Großteil der Tethys-Organismen zu Grunde gegangen war. Vor etwa 5,5 Mio. Jahren brach durch ein enormes Erdbeben die Schwelle von Gibraltar auf und ein riesiger Wasserfall (1000fach größer als die Niagarafälle!) aus dem Atlantik füllte das Becken in mehreren hundert Jahren wieder auf, indes der Meeresspiegel weltweit um 10 - 20m sank.

Auch heute wird das Mittelmeer noch von Wasser aus dem Atlantik im Zuge spezieller Strömungsverhältnisse gespeist. Kühles (15 °C), salzarmes (36 %o) Atlantikwasser strömt durch die Straße von Gibraltar und beschreibt einen im Uhrzeigersinn gerichteten (antizyklonalen) Strömungskreis, der einen Teil des Wassers wieder dem Atlantik zuführt (siehe Grafik unten). Das verbleibende Wasser strömt entlang der afrikanischen Küste ostwärts über die Schwelle von Sizilien, welche das Mittelmeer in ein westliches und ein östliches Becken teilt. Diese beiden Becken unterscheiden sich vor allem in Salinität und Temperatur von einander. Das westliche Becken kühlt im Winter auf 12°C ab und erreicht im Sommer an der Oberfläche etwa 23°C, während die Oberflächentemperatur des östlichen Beckens auch im Winter selten unter 16°C fällt und im Sommer auf 26 – 29°C steigt. Auf seinem weiteren Weg in östlicher Richtung wird das Wasser nun durch den geringen Niederschlag, den geringen Süßwassereintrag durch Flüsse und die hohe Verdunstungsrate kontinuierlich salzreicher und damit schwerer. In der Levante (bei Zypern) beginnt es unter das warme Oberflächenwasser zu sinken und bildet vor allem im Winter das Levantinische Zwischenwasser. Dieses sehr salzhaltige (>39 %o) Levantinische Zwischenwasser schiebt sich zwischen 200 und 500 m westwärts, überschreitet die Sizilische Schwelle und fällt, vermischt mit dem Tiefenwasser, als gigantischer Wasserfall über die Schwelle von Gibraltar von 300 auf 1000 m Tiefe. Das ausfließende Wasser führt im Zuge dessen zu einem ständigen Abtransport von Nährstoffen in den Atlantik. Dadurch erhält das Mittelmeer seinen charakteristischen oligotrophen Charakter und seine besondere Klarheit. Außerdem prägt es durch das Verhalten seiner Wassermassen die Wetterzustände seiner Umgebung entscheidend und ist damit namensgebend für den Typus des mediterranen Klimas (trocken-heiße Sommer und feucht-gemäßigte Winter).

 

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oben: Europäisches Mittelmeer: Strömungsverhältnisse, Salinität und Tiefenprofil

unten: Europäisches Mittelmeer: Topographie des Meeresbeckens

 

Die generelle Nährstoffarmut trägt ihrerseits zwar zu einer niedrigen Produktivität und geringen Populationsdichten bei, ist jedoch auch durch das Entstehen vieler trophischer Ebenen für die hohe Biodiversität (6,2% der weltweiten marinen Arten, bei nur 0,82% der Weltozeanoberfläche) des Meeres mitverantwortlich. Höhere Nährstoffkonzentrationen treten lediglich an einigen Auftriebsgebieten und im Einflussbereich der wenigen großen Flüsse (Nil, Ebro, Rhône und Po) auf. Das Gros der heute im Europäischen Mittelmeer lebenden Organismen ist atlantischen Ursprungs. Als Zeichen starker geografischer Abgeschiedenheit handelt es sich dabei um eine Vielzahl von Endemiten, die sogenannten Neoendemiten (z.B. Cystoseira sp.), die von den „alten" oder Paläoendemiten (indopazifischen Ursprungs, z.B. Posidonia oceanica) unterschieden werden.

 

Adria

 

Das Mittelmeer, durch die Schwelle von Sizilien bereits in zwei Becken geteilt, kann in weiterer Folge in eine Reihe kleinerer Teilbecken gegliedert werden. So bildet die Adria beispielsweise ein sogenanntes Randmeer, welches sich nördlich weit in den europäischen Kontinent zieht (siehe Grafik unten). Aufgrund der geografischen Lage und der speziellen Form, können im Vergleich zu anderen Becken besondere Eigenschaften hervorgehoben werden. So ist die Nordadria besonders kontinental beeinflusst und erhält neritischen Charakter (jahreszeitliche Temperaturschwankungen, geringere Salinität, Nährstoff- und Sedimenteintrag durch den Po etc.). Sie ist von geringer Artenvielfalt und hoher Biomasse mit flexiblen den Umweltschwankungen angepassten Formen (=euryök) geprägt. Richtung Süden gewinnt das ozeanische Klima (stabile jahreszeitliche Verhältnisse von Temperatur und Salzgehalt, zunehmende Nährstoffarmut) an Bedeutung. Hohe Biodiversität mit unflexibleren Arten (=stenök) ist die Folge. Im Ost – West – Vergleich stehen die grundverschiedenen Küstenlandschaften der Adria im Vordergrund. Tektonische Hebungsvorgänge führen an der Westküste dazu, dass die sedimentreichen Unterwasserlandschaften an die Wasserlinie gehoben werden. Es bildet sich ein sandiger, gleichförmiger Küstenverlauf. Man spricht hier von einer sogenannten Auftauchküste (Regressionsküste). An der Ostküste versinkt das Land über geologische Zeiträume förmlich im Meer. Untergetauchte Berge und Täler bilden eine junge und schroffe Küste aus hervorspringenden Kaps mit dazwischenliegenden Buchten, eine Transgressionsküste.

 

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Küstenlandschaft und Unterwassertopographie der Adria

 

Bei der Auseinandersetzung mit Lebensformtypen, geht es nicht um spezielle systematische Gruppen. Vielmehr können unterschiedliche Taxa ein und demselben Lebensformtypus zugeschrieben werden, wenn sie in gleicher oder ähnlicher Weise mit ihrer Umwelt in Beziehung treten. Anpassungen morphologischer, physiologischer, oder auch ethologischer Natur geben oft Aufschluss darüber, ob verschiedene systematische Gruppen zu funktionellen Gruppen zusammengefasst werden können. Zu den häufigsten Aspekten, unter denen Einteilungen mariner Lebewesen gemacht werden, zählen Nahrungsbeziehungen, Substratbeziehungen und Möglichkeiten der Fortbewegung. Im Folgenden wird auf festsitzende Organismen und deren Möglichkeiten zum Nahrungserwerb eingegangen.
In aquatischen Lebensräumen sind genügend Planktonorganismen und organische Partikel unterschiedlicher Herkunft im sich ständig erneuernden Wasserkörper vorhanden. Dieser Umstand erlaubt eine zum Teil vollständige Ortsgebundenheit tierischer Organismen, welche als sessile Lebensweise bezeichnet wird. Diese wird einer vagilen (frei beweglichen) Lebensweise gegenübergestellt. Man kann nun unter sessilen Formen solche, die ihr gesamtes adultes Stadium (Larven sind zumeist frei beweglich) an ein und derselben Stelle verbringen, als fixosessil (vorallem Schwämme – Porifera, Seescheiden – Ascidiacea, Moostierchen – Bryozoa) bezeichnen, während andere bei Bedarf ihre Position verändern können. In diesem Fall spricht man von hemisessilen Formen (Seeanemonen – Actiniaria, Haarsterne – Crinoidea), die sich trotz ihrer (sehr eingeschränkten) Bewegungsmöglichkeit durch starke Ortstreue auszeichnen.

 

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oben von li nach re: Aplysina aerophoba, Halocynthia papillosa

mitte von li nach re: Sertella sp., Actinia equina

unten von li nach re: Anemonia sulcata, Antedon mediterranea

 

Da generell in marinen Lebensräumen das Angebot an stabilen Substraten beschränkt ist, sind sessile Tiere einer starken Raumkonkurrenz durch Algen ausgesetzt. Sämtliche Oberflächen, die stabil genug sind und der Lichtbedürftigkeit der Pflanzenartigen genügen, werden durch ihr rasches Wuchs- und Ausbreitungsvermögen besetzt. Eine Präferenz der Tiere für Standorte, welche pflanzliches Wachstum nicht begünstigen (das Innere von Höhlen, unter Überhängen, größere Tiefen), ist die Folge.
Der Ernährungstyp, der mit einer sessilen Lebensweise praktisch Hand in Hand geht, ist das Einfangen von in der Wassersäule suspendierten Partikeln, mithilfe verschiedengestaltiger Filterapparaturen und Techniken. Im weiteren Sinne könnte man sämtliche Organismen, die sich auf solch eine Weise ernähren als Filtrierer bezeichnen. Der Konzentrationsprozess kann in vier Teilschritte gegliedert werden: Transport der Suspension über einen Sammelapparat – Abscheidung der Partikel vom Wasser – Transport der Partikel zur Mundöffnung und die eigentliche Ingestion. Da jedoch die Herangehensweise an diese Teilschritte sehr variabel ausfällt, ist es auch hier zur Separation von funktionellen Gruppen gekommen. Zunächst werden passive von aktiven Suspensionsfressern unterschieden. Bei ersteren übernimmt die Strömung den Transport der Partikel, indem sie sie über einen Sammelapparat bewegt. Die meisten Nesseltiere (Cnidaria), Wurmschnecken (Vermetiden) und suspensionsfressende Stachelhäuter (Echinodermata) zählen dazu. Die aktiven Suspensionsfresser hingegen erzeugen den Wasserstrom selbst, der ihnen die Nahrung herbeitransportiert. Oft ist Cilienschlag der Motor, über den ein Nebenstrom aus der Hauptwasserbewegung abgezweigt wird, was sie zu sogenannten Strudlern macht. Dazu zählen vor allem Muscheln (Bivalvia), Vielborster (Polychaeta) und Seescheiden (Ascidiacea).

 

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oben: aktive Filtration am Beispiel Moostierchen bzw. Schema div. Partikelfresser: a Röhrenwurm: Äußere Filtration des Wassers mittels tentakelartiger Kopfanhänge; b Seescheide: Innere Filtration des eingestrudelten Wassers mittels Kiemendarm c Röhrenschnecke: schleudert spinnwebartige Fäden aus; die daran klebenden Partikel werden zusammen mit den eingeholten Fäden als Nahrung verwertet d Herzmuschel: Innere Filtration des Atemwassers an der Oberfläche der Kiemen e Wattwurm: Erzeugt an einem Ende seiner U-förmigen Wohnröhre einen Einsturzschacht, durch den oberflächliches Sedimentmaterial ins Innere seiner Röhre gelangt f Vielborstenwurm Polydora sp.: stark dehnbare, tentakelartige Kopfanhänge nehmen Sedimentmaterial auf und transportieren es mittels Cilien in Richtung Mundöffnung

mitte von li nach re:  Eudendrium sp., Aglaophenia sp.

unten von li nach re: Vermetus sp., Eupolymnia sp.

 

Der Typus des Suspensionsfressers ist aber nicht ausschließlich auf sessile Organismen beschränkt. Auch im Plankton (schwebende Organismen) befinden sich beispielsweise zahlreiche Larvenformen, die sich mittels Filtration mit Partikeln aus dem Wasser versorgen. Selbiges gilt etwa für vagile bodenlebende (benthische) Krebse (z.B. PorzellankrebsePisidia sp.), oder pelagische Medusen.

 

Ein Fisch lebt im Wasser, atmet über Kiemen, hat Schuppen, schwimmt mit Flossen, besitzt Kiefer mit Zähnen und ist wechselwarm. Wenn man sich allerdings näher mit diesen Tieren auseinanderzusetzen beginnt, so wird man schnell einige verwirrende Entdeckungen machen. Manche Fische verbringen Stunden außerhalb des Wassers (Schlammspringer auf Stelzwurzeln von Mangroven) oder klettern hinter Wasserfällen mehr als hundert Meter über senkrechte Felswände (hawaiianische Meergrundeln). Manche nehmen Sauerstoff über die Haut, die Schwimmblase oder sogar eine Lunge auf (australischer Lungenfisch), viele besitzen keine Schuppen - wie etwa die weltweit verbreitete Gruppe der Schleimfische. Andere wiederum verlassen nur selten ihre Wohnröhre (Röhrenaale) oder besitzen nicht einmal Kiefer (Agnatha=Kieferlose). Schließlich gibt es durchaus Fische, deren Körpertemperatur stets weit über der ihrer Umgebung liegt (Räuber der Hochsee wie Thunfische). Der Begriff "Fisch" sagt nichts über die Verwandtschaftsverhältnisse dieser Tiergruppe aus und ist im engeren Sinn kein systematischer Begriff. Nach der gängigen zoologischen Systematik wären alle Landwirbeltiere tatsächlich nur eine der vielen Untergruppen von Fischen. "Fisch" ist vielmehr ein Überbegriff für Wirbeltiere die (im weitesten Sinne) im Wasser leben. Und so vielfältig wie die verwandtschaftlichen Beziehungen innerhalb dieser Gruppe sind, so unterschiedlich und faszinierend sind auch ihre Vertreter in Aussehen, Verhalten und Lebensweise.                                           
 

 

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Der von V.HENSEN 1887 geprägte Begriff Plankton bedeutet wörtlich „das Dahintreibende". Darunter versteht man die Gesamtheit derjenigen Lebewesen, welche zu keiner wirkungsvollen horizontalen Ortsbewegung fähig und damit ständig der Dynamik des sie umgebenden Wasser­körpers ausgeliefert sind. Ihr Lebensraum ist das Pelagial, i.e. das freie Wasser. Es gibt sowohl limnisches als auch marines Plankton. Ernährungsphysiologisch betrachtet unterscheidet man das auf die Photosynthese angewiesene pflanzliche Plankton, das Phytoplankton - hauptsächlich mikroskopisch kleine, einzellige Algen und Cyanobakterien, die für die marine Primärproduktion verantwortlich sind - von dem heterotroph lebenden tierischen Plankton, dem Zooplankton, das aus Primärkonsumenten (herbivore Zooplankter) und Sekundärkonsumenten (carnivore Zooplankter) besteht. Wir befinden uns damit an der Basis der aquatischen Nahrungspyramide.

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oben v. li nach re: Phytoplankton: Noctiluca sp. (ohne Rang: Dinoflagellaten); Ceratium sp. (ohne Rang: Dinoflagellaten)

unten v. li nach re: Zooplankton: Evadne sp. (Klasse: Blattfußkrebse); Penilia sp. (Klasse: Blattfußkrebse)

 

Organismen, die uns in einer marinen Zooplanktonprobe begegnen und ihren gesamten Lebenszyklus im Plankton verbringen werden als Holoplankter bezeichnet (z.B. Protozoa, Chaetognatha, Appendicularia, Thaliacea). Viele allerdings leben nur während einer frühen Entwicklungsphase, als Embryonen oder Larven, vorübergehend im Plankton und gehören als Adultstadien dem Benthos (Gesamtheit aller in der Bodenzone eines Gewässers, dem Benthal, vorkommenden Lebewesen) oder dem Nekton (Gesamtheit der pelagischen Tiere eines Gewässers, die zu einer kontrollierten Horizontalbewegung fähig sind) an; man nennt solche Formen Meroplankter. Unter ihnen findet man Vertreter aus nahezu allen Stämmen mariner Evertebraten. Handelt es sich um sessile Organismen, dienen die planktischen Stadien vor allem der Ausbreitung (z.B. Anthozoa, Sedentaria, Cirripedia, Tentaculata, Ascidiacea, Porifera). Außer solchen sind beispielsweise aber auch Embryonen und Larven von Krebstieren (Crustacea), Stachelhäutern (Echinodermata) und sogar den, die Schädeltiere (Craniota) representierenden, Fischen vertreten. 

 

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oben v. li nach re: Holoplankton: Appendikularie (Klasse: Larvacea); Salpe (Klasse: Thaliacea)

unten v. li nach re: Meroplankton: Larve eines Schwamms (Porifera, Parenchymula-Stadium); Larve einer Garnele (Crustacea, Zoea-Stadium)

 

Eine andere Einteilung, die sich auf die Organismengröße bezieht, hat methodischen Hintergrund. Je nach Schwerpunkt der Untersuchungen werden unterschiedliche Maschen­weiten von Planktonnetzen gewählt. Die „Winz­linge" unter den Organismen (Bakterien, kleinste Phytoplankter und Protozoa von 0,2-2 µm) fallen in den Bereich des Picoplanktons. Das sogenannte Nanoplankton umfaßt Formen zwischen 2 und 20 µm Körpergröße (Phytoplankter, Protozoa). Darauf folgen das Mikroplankton (20 - 200 µm - Phytoplankter, Protozoa, kleinste mehrzellige Zooplankter), das Meso- bzw. Makroplankton (200 µm - 2 mm - hauptsächlich Zooplankter) und schließlich das Megaplankton, das Formen über 2 mm Körpergröße umfaßt (u.a. Medusen, Euphausiacea).

 

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v. li nach re: Planktonnetz; Larve eines Krebstieres (Crustacea, Nauplius-Stadium)

 

Für das ständige Leben „in der Schwebe" mussten Planktonorganismen verschiedene Techniken gegen das Absinken entwickeln, obwohl der Dichteunterschied zwischen ihnen und dem sie umgebenden Medium schon sehr gering ist. Das leichte Übergewicht kann durch eine Gallerthülle (bei Algen), spezifisch leichtere Einschlüsse wie Gasblasen (bei Cyanobakterien), oder Öltropfen (bei Fischeiern) ausgeglichen und damit die Sinkgeschwindigkeit herabgesetzt werden. Eine andere Möglichkeit ist die Erhöhung des Formwiderstandes (Fall­schirmwirkung). Hierbei spielen sowohl Kolonienbildung (bei div. Algen oder Ciliophora), als auch die Ausbildung von zum Teil bizarr erscheinenden Schwebefortsätzen (bei Algen, Protozoa, oder Copepoda) eine wichtige Rolle. Zooplankter (z.B. Kleinkrebse, Medusen) nutzen überdies auch ihre Eigenbeweglichkeit, welche sich nicht zuletzt in dem Phänomen der Vertikalwanderung widerspiegelt. Gesteuert durch ein lichtabhängiges Reiz-Reaktions-Muster begeben sich viele Zooplankter am Abend in oberflächennahe Wasserschichten und sinken am Morgen wieder in größere Tiefen ab. Dieses Verhalten deutet man heute meist als eine Strategie zur Verminderung des Fraßdruckes durch Räuber (v.a. planktivore Fische).

 

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oben v. li nach re: Holoplankton: Hydromeduse (Klasse: Hydrozoa), Copepode (Klasse: Maxillopoda)

unten v. li nach re: Meroplankton: Larve einer Schnecke (Gastropoda, Veliger-Stadium), Larve eines Vielborsters (Polychaeta, Nectochaeta-Stadium)